Moderne Scheinwerfer – undichte Scheinwerfer?

Viele Autofahrer erschrecken, wenn sie in den Scheinwerfern ihrer Fahrzeuge „Wassertröpfchen” erkennen. Vor allem morgens sieht es oft so aus, als ob Wasser in den Scheinwerfer eingedrungen ist. Diese „Tröpfchen” sind harmloses Kondenswasser und verschwinden mit zunehmenden Temperaturen im eingeschalteten Zustand.

Tröpfchenbildung in den Frontscheinwerfern mit H7/H1-Licht ist wegen der hohen Temperatur- und der damit verbundenen Druckunterschiede im Scheinwerfer normal und nicht zu vermeiden: Innerhalb eines Scheinwerfers gibt es unterschiedliche „Klimazonen”: Sehr heiße und relativ kühle Zonen - wie z. B. eine durch Wind gekühlte Streuscheibe.
 
Bei Kontakt der erwärmten Luft innerhalb eines Scheinwerfers mit kühlen Zonen, kann an diesen Stellen im ungünstigsten Fall eine Kondensation auftreten – Kondenswasser bildet sich.
Moderne Scheinwerfer verfügen über ein spritzwassergeschütztes Belüftungssystem innerhalb des Gehäuses, wodurch die Feuchtigkeit schnell nach außen transportiert wird.
Diese Tröpfchen sind also kein Qualitätsmangel und haben auch keinen Einfluß auf die Lichtleistung.
Im Gegenteil: Durch das Belüftungssystem findet ein Druckausgleich statt.
Dieser verhindert Mikroleckagen und die Lichtleistung des Scheinwerfers bleibt länger erhalten. Gäbe es keine Druckausgleichsöffnungen, würden die Scheinwerfer irgendwann reißen und müssten komplett ausgetauscht werden.
 
Auch viele Werkstätten scheinen das nicht zu wissen und lassen sich immer noch auf Kundenbeschwerden ein, die einen Austausch des Scheinwerfers verlangen. Die Enttäuschung ist jedoch umso größer, wenn auch der neue Scheinwerfer nach kurzer Zeit wieder „undicht” ist.
 
Nicht vergessen: SW – Abdeckung ordentlich verschließen!